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Die Gesundheit in die eigene Hand nehmen.

Was ist unter Gesundheitssport zu verstehen?

Der Gesundheitssport umfasst die Bereiche Präventionssport, Rehabilitationssport und die Bewegungs- und Sporttherapie. Durch eine aktive, regelmäßige und systematische körperliche Belastung wird die physische sowie die psychische Gesundheit eines Menschen gefördert, erhalten oder wiederhergestellt. Der Deutsche Sportbund definiert den Gesundheitssport als Prozess, “der mit den Mitteln des Sports das Ziel verfolgt, Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen.”.

Die angestrebten Gesundheitswirkungen lassen sich einteilen in einen physischen, psychischen sowie psychosozialen Bereich.

Die Maßnahmen zur Förderung der physischen Gesundheit fokussieren sich auf die Stärkung der körperlichen Eigenschaften und Leistungsfähigkeit. Zentrale Bedeutung für die Gesundheit haben das Herz-Kreislauf-, Halte- und Bewegungssystem. Diese Systeme lassen sich mit einem entsprechenden Ausdauer-, Kraft-, Dehn- und Koordinationstraining gezielt ansprechen und verbessern. Neben einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen beugen die verbesserte Kraft-, Dehn- und Koordinationsfähigkeiten Verletzungen im Alltag vor. Seien sie hervorgerufen durch zu wenig und einseitige Belastung oder Überbelastung. Der Körper ist hinsichtlich der physischen Voraussetzungen besser vorbereitet.

Neben den positiven, funktionellen Anpassungen des Körpers kann der zusätzliche Energieverbrauch zur Gewichtsreduktion- oder Gewichtsstabilisierung beitragen und damit das individuelle Erkrankungsrisiko deutlich senken.

Positive Gesundheitswirkungen auf die Psyche sind mit Sport und Bewegung ebenfalls zu erwarten. So gibt es zahlreiche Wechselwirkungen zwischen sportlicher Aktivität und psychischen Prozessen. Ausdauersport zum Beispiel erhöht die Zahl der Neurotransmitter Serotonin, Noradrenalin und Dopamin im Gehirn. Serotonin wirkt sich unter anderem positiv auf unser Zentrales Nervensystem und auf unsere Stimmungslage aus. Negative Gefühle wie Angst, Kummer oder Aggressivität können gedämpft werden. Es gibt zahlreiche weitere Hormone, die positiv auf unseren Gefühlszustand und Körperempfindungen Einfluß nehmen. Das atriale natriuretische Peptid (ANP) soll einen angstlösenden Effekt haben und insbesondere Depressionen vorbeugen. Endorphine hingegen wirken als körpereigene Morphine und lindern das Schmerzempfinden. Auch wenn häufig noch eindeutige Forschungsergebnisse fehlen bzw. die genauen Wirkungszusammenhänge noch nicht immer völlig geklärt sind, so weisen viele Studien auf den gesundheitsfördernden Effekt auf das psychische Wohlbefinden hin. Dazu gehört auch die Linderung von psychosomatischen Beschwerden, wie z.B. Schlafstörungen, schnelles Ermüden oder Kopfschmerzen.

Rein psychologisch hilft Sport beim Aufbau von Selbstvertrauen und einem positiven Körperbewusstsein. Es gilt zunächst kleinere Hürden zu nehmen, selbst gesetzte Ziele zu erreichen und sich über diese zu erfreuen. Mit der Überwindung von Ermüdungszuständen und eigenen Grenzen, die vielleicht bisher als unüberwindbar empfunden wurden, steigt das Selbstwertgefühl. Die körperliche Selbsterfahrung führt zu einem neuen Körperbewusstsein und damit Selbstbewusstsein. Der Mensch wird mit Sport nicht nur physisch gestärkt, sondern auch psychisch.

Psychosoziale Aspekte kommen insbesondere dann zum Tragen, wenn Sport und körperliche Aktivitäten mit anderen Menschen praktiziert wird. Voraussetzung ist natürlich ein förderndes und unterstützendes Klima, weniger ein leistungsorientiertes. Wettbewerb kann etwas fruchtbares sein, aber nur wenn er von allen Beteiligten als positiv empfunden wird. Destruktiv wirkt er sich aus, wenn der Fokus nicht mehr auf das individuell Erreichte liegt, sondern auf die vermeintlichen eigenen Defiziten im Vergleich zu den anderen. Jeder Mensch ist einzigartig, jede Lebenssituation einzigartig und damit auch die Möglichkeiten und Fähigkeiten. Voraussetzung ist damit die Erkenntnis, dass ein jeder sein eigener Maßstab ist.

Gerade für bisher isolierte Menschen bieten gemeinsame Aktivitäten die Chance auf neue Bekanntschaften, Austausch und das positive (Selbst-)Erleben in einer Gruppe. Die gegenseitige Anteilnahme und Unterstützung kann zudem Helfen die eigenen Ziele leichter zu erreichen, insbesondere dann wenn es sich um Gleichgesinnte handelt.

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